Die Samvahana wird auch der "sanfte Wind" (Sanskrit: Vayu) genannt. Wenn in Indien die
schwüle Hitze kaum zu ertragen ist, wirkt diese Massage leicht kühlend und so zart wie eine erfrischende Brise.
Samvahana ist eine liebevolle, sanfte und ausgleichende Ayurveda-Massage. Sie gilt als besonders luxuriös auch für die
anspruchsvolle westliche Massage-Klientin. Sie hat eine außerordentlich positive Wirkung auf das körperliche und seelische
Wohlbefinden der Frau. Schon nach wenigen Anwendungen fühlt sich die Klientin vitaler, ausgeglichener und jünger. Samvahana
reguliert die Doshas und
vermehrt Ojas, die vitale Lebensenergie.
Samvahana-Behandlungen werden von Frau zu Frau weitergegeben und
können in verschiedenen Variationen ausgeführt werden.
Im Gegensatz zu einer reinen Ölbehandlung setzt sich diese Massage aus fünf Phasen zusammen.
Wie üblich bei allen ayurvedischen Massagen, fließen auch in die Samvahana die Tri-Dosha-Regeln von Vata, Pitta und
Kapha ein, so dass die ayurvedische Lehre zumindest im Ansatz verstanden sein sollte. Auch die Auswahl der Öle und Essenzen
für diese Massage orientiert sich an den ayurvedischen Weisheiten und Regeln.
[Ausbildungstermine]

Padabhyanga, die ayurvedische Fuß- und Beinmassage, regt alle Organe des Körpers an; sie fördert die Lebensenergie
Ojas und einen Zustand tiefer Entspannung, indem sie ein Gefühl von vollkommenem Wohbefinden erzeugt. Das Massieren der
Füße hilft gegen Schlafstörungen, Nervosität sowie Trockenheits- und Taubheitsgefühl in den Füßen.
Die Beinmassage energetisiert u.a. Bauch, Becken und Dickdarm. Sie ist ein bewährtes Mittel gegen Kreislaufbeschwerden und
Benommenheit und verbessert die Fruchtbarkeit.
Damit die Massage nicht zu "fußlastig" wird, kombiniert man gern eine Kopf- und Gesichtsmassage mit der Padabhyanga,
um eine noch ganzheitlichere Behandlung zu gewährleisten; diese Ergänzung ist aber kein Muss. Darüberhinaus kann die
Fußmassage auch von zwei Therapeuten als Synchronbehandlung angeboten werden. Die Padabhyanga wirkt beruhigend und ausgleichend
bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Kältegefühl. Sie kann hilfreich bei Nervosität und Burn-Out-Syndrom sein, denn
bei körperlicher Erschöpfung
verbessert sie den Schlaf.
Über die Marmapunkte (Reflexzonen/Vitalpunkte) wirkt die Padabhyanga wohltuend auf viele Bereiche des Körpers; z.B. auf
die Geschlechtsorgane, Harnwege und den Unterleib. So kann die Padabhyanga die Verdauung anregen und/oder zusammen mit
ätherischen Pflanzenessenzen wie z.B. Ingwer, Anis, Thymian, Narde, Rosmarin oder schwarzer Pfeffer ganz bestimmte Wirkungen
erzielen.
Ein Zusammenspiel der Ganzheitsmedizin Ayurveda mit den Essenzen bestimmter Pflanzen
ergibt in der Hand sorgfältig geschulter Aromatherapeuten duftende Heilkraft.
Die individuell auf den Konstitutionstyp abgestimmten ätherischen Öle
lassen sich unterstützend sehr gut, einfach und effektiv
bei ayurvedischen Behandlungen einsetzen.
Im Gegensatz zur westlichen Klassifizierung der Öle aufgrund von körperlichen Symptomen
trifft der Ayurveda die Unterscheidung vor allem nach der Energetik der einzelnen Pflanzen und ihres ätherischen Öls.
Die Pflanzenessenzen werden im Ayurveda also nicht nur danach ausgewählt, welche Symptome sie bekämpfen, sondern unter
anderem, ob sie kühlend, erwärmend, trocknend oder befeuchtend wirken. Mit Hilfe dieser Variablen ist der Therapeut in der
Lage zu entscheiden, welche ätherischen Öle am besten für Vata-, Pitta- oder Kapha-Ungleichgewichte einsetzbar sind.
Zum Ort der Wirkung gelangen die Pflanzenessenzen über die Haut, die Schleimhäute und das limbische System, die Bronchien
sowie den Magen-Darmtrakt. Sobald sie von der Hautoberfläche oder dem Epithelgewebe aufgenommen wurden, gelangen sie schnell
über Kapillaren
und lymphatische Systeme in den Körperkreislauf.
Körpergewebe und Organe können einen Teil des ätherischen Öls zur Verwendung in ihren Stoffwechselprozessen
herausfiltern oder einfach nur die anregende, sedierende oder ausgleichende Eigenschaft des Öls aufnehmen. Die Wirksubstanzen der
Pflanzenessenzen verweilen aufgrund ihrer flüchtigen Eigenschaften höchstens 48 Stunden im Stoffwechsel und verlassen den
Körper mit den Ausscheidungen
über Darm, Lungen, Nieren oder die Haut.
Auch über den Geruchssinn mit seiner tief greifenden Wirkung auf den Körper stellen ätherische Öle einen Kontakt zwischen der Außenwelt und dem Gehirn her. Das limbische System ist dort verantwortlich für die Verarbeitung von Emotionen, Wünschen, Gelüsten und Erinnerungen sowie Reaktionen auf diese. Die direkte Verbindung von aufgenommenen Düften über die Nasenschleimhaut zum Gehirn ist der Grund dafür, dass ätherische Öle so eine tiefe Wirkung auf verschiedene Aspekte unseres Seins haben. Forschungen haben gezeigt, dass bereits sehr geringe Mengen eine Wirkung zeigen und höhere Dosierungen die Reaktion oft nur unwesentlich steigern oder sogar be- oder verhindern.
Entscheidend für den therapeutischen Erfolg ist natürlich auch die Herkunft und die Reinheit der Öle, wobei es
Pflanzenessenzen in Demeter-Qualität und aus kontrolliert biologischem Anbau gibt.
Eine Kombination von ayurvedischem Wissen gepaart mit Aromatherapie kann den Einsatz von Aromamassagen mit hochwertigen Ölen
oder dem Butterreinfett Ghee sehr erleichtern. Ein Tropfen ätherisches Ingweröl in 10 g Ghee zum Beispiel kann einer
Padabhyanga eine zusätzliche erwärmende Qualität geben. Selbstverständlich ersetzen ätherische Öle
nicht die klassischen ayurvedischen Massageöle oder mediziniertes Ghee (Ghrita) und sollen damit auch nicht verglichen werden.
Hier einige Beispiele für die schnelle und wenig aufwendige Herstellung von Aroma-Ghee:
Vata-reduzierendes Ghee zur Förderung der Verdauung. Auf 50 g Ghee werden 2 Tropfen Ingweröl, 1 Tropfen
Anissamenöl,
1 Tropfen Kardamomöl sowie 1 Tropfen Zitronenöl gegeben
und gut verteilt. Einsatz in einer Bauchmassage.
50 g kühlendes Pitta-Ghee enthalten 2 Tropfen Fenchelöl, 2 Tropfen Korianderöl,
1 Tropfen Dillöl, 1 Tropfen Kardamomöl und 2 Tropfen Pefferminzöl.
Einsatz in der Fuß- oder Bauchmassage.
Zum Ausgleich der Kapha-Energie gibt man auf 50 g Ghee 2 Tropfen Thymianöl,
2 Tropfen Wacholderöl, 2 Tropfen Minzöl, 2 Tropfen Lemongrassöl und
1 Tropfen Ingweröl und führt damit eine Fuß-, Bauch- oder Rückenmassage durch.
Diese Anwendungen sind mit einiger Umsicht ungefährlich und sehr wirksam. Darüber hinaus gibt es viele Rezepturen zum
Umgang mit ätherischen Ölen, die umfangreiche Fachkenntnisse erfordern. Die Genialität der Pflanzenessenzen liegt
sicher darin, dass viele von ihnen sowohl antibakteriell und antiviral wie auch fungizid wirken und damit ein unübertroffenes
Wirkspektrum haben. Es lohnt sich also,
seinen Horizont mit diesen Kenntnissen zu erweitern.
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Vieles hat sich inzwischen herumgesprochen über das indische Naturheilkundesystem, das uns Europäern zunächst
kompliziert und fremdartig erscheint. Dass aber auch im ayurvedischen Sinne unsere Gesundheit von einer typgerechten und
ausgewogenen Ernährung abhängt, das wird
meistens noch nicht richtig wahrgenommen.
Woran liegt das? Massagen- und Verwöhnprogramme sind eben angenehmer als eine Ernährungsumstellung. Und blicken wir
dann vielleicht auf spartanisches, wenig genussreiches "Krankenessen", so wie wir es in Phasen der ayurvedischen
Ausleitungskur (Pancha Karma) kennengelernt haben?Essen soll Lebensqualität beinhalten, und das ist genau das Prinzip,
das hinter den ayurvedischen Ernährungsregeln steht.
Mit einer Kost, die der Jahreszeit, dem Klima, der individuellen Konstitution, der Tageszeit, dem Alter und den beruflichen
Anforderungen entspricht, könnte jeder Mensch dieser Welt, wo immer er lebt, gesund alt werden. Und ist das nicht etwas, was
wir gerne übersehen: die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität ein Leben lang? Wir werden in Europa immer
älter, aber leider meistens mit vielen gesundheitlichen Beschwerden, die wir allzu oft auch chronisch werden lassen.

Ist es denn wirklich so mühsam, die Ernährung umzustellen, und was wäre dazu nötig? Zunächst die
Bereitschaft, über Gewohnheiten und möglicherweise sich daraus entwickelnde Beschwerden nachzudenken. Hören und
fühlen Sie in sich hinein. Bekommt mir das was ich esse, oder esse ich aus Langerweile, Frust und oft ohne Hunger? Habe ich
nach dem Essen Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen? Wie geht es meiner Haut, meinen Gelenken und
meinem Immunsystem? Und wenn Sie denken, dass Ihr Immunsystem, die Beschaffenheit Ihrer Haut und die Gesundheit Ihrer Gelenke
nichts mit Ernährung zu tun haben,
dann lassen Sie sich überraschen.
Im Ayurveda misst man etwa 80 Prozent Gewichtigkeit einer typgerechten, ausgewogenen Ernährung zur Vorbeugung oder Heilung
von akuten oder chronischen Beschwerden und Erkrankungen zu. Mit der Diagnose der ayurvedischen Konstitution und einer
ausführlichen Anamnese beginnt die Ernährungsberatung. Es folgen ein individueller Ernährungsplan und wenn
nötig ein Konzept mit
regelmäßigen Aktivitäten bzw. Entspannungsmethoden.
Die Komplexität des ayurvedischen Systems kann getrost dem Berater überlassen bleiben, der Klient sollte nur praktisch
umsetzbare Ratschläge und Empfehlungen erhalten, mit denen er nicht überfordert ist. Nur so entsteht ein Verhalten, das
auf lange Zeit eingehalten werden und damit erfolgreich sein kann. Denn die meisten Ratsuchenden wissen, Diäten taugen nichts,
wenn danach keine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten erfolgt.
So kann mit drei etwa einstündigen Beratungsterminen der Weg in die Gesundheit begonnen werden. Anschließend
ergänzt ein Kochseminar durch praktische Arbeit mit biologischen, heimischen Lebensmitteln, stoffwechselanregenden
Gewürzen, vitalstoffreichem Garen und der Kenntnis der eigenen Konstitution - was sie schwächt und stärkt - eine
genussreiche, vielseitige Kost, deren Zubereitung Spaß macht, deren Genuss Wohlbefinden und Vitaliät bewirkt und deren
Umsetzung ein langes in Gesundheit verbrachtes Leben beschert.
Im Ayurveda werden seit tausenden von Jahren hochwirksame Pancha-Karma-Kuren (fünf Behandlungen)
als Therapie gegen chronische Krankheiten angewandt. Als Ausleitungskur und gesundheitsfördernde
Ernährungstherapie kann die hiervon abgeleitete und ebenfalls sehr heilsame Pancha-Karma-Ernährung gelten. Die konstitutionsgerechte
Ernährung gilt im Ayurveda als Grundlage jeder Therapie und Heilung.
Was wir essen bestimmt unser körperliches Befinden und unser Lebensgefühl.
Richtige Nahrung zur entsprechenden Tageszeit aus jahreszeitlich regionaler Ernte hilft uns, das Gleichgewicht
unserer Doshas (Regelkräfte) zu regulieren. Bei bereits vorliegenden Erkrankungen kann die
Pancha-Karma-Ernährung als diätetische Maßnahme und Umstellungstherapie
eine direkte Hilfe zur Verbesserung und Wiederherstellung der Gesundheit leisten.
Als Ursache für Gesundheitsbeschwerden aller Art gelten im Ayurveda vor allem Stoffwechselstörungen, die zu Übersäuerung,
Gewebsverschlackung (Ama) und vorzeitigen Alterungsprozessen führen. Das Verdauungsfeuer Agni, das vor allem von einer ausgewogenen
Pitta-Energie produziert wird, muss oft gestärkt oder harmonisiert werden, damit der Stoffwechsel wieder in Schwung kommt. Eine
geschwächte Verdauungskraft kann die
Resorptions- und Entgiftungskapazität im Stoffwechsel erheblich behindern. Daraus entstehen nach
ayurvedischem Verständnis Blockaden und Krankheiten.
Jeder Mensch hat einen ganz individuellen Stoffwechsel und bestimmte Bedürfnisse aus seiner persönlichen
Dosha-Konstellation oder deren Disharmonien. Diese gilt es mit einer eingehenden Anamnese zu ergründen
und das typgerechte Dosha-Gleichgewicht mit gezielter Beratung wieder herzustellen. Das ist möglich, weil bei
der ayurvedischen Pancha-Karma-Ernährung einzelne Nahrungsmittel, Gewürze und Zubereitungsformen direkt auf Stoffwechselfunktionen
und Krankheitsbilder abgestimmt werden.
Je nach Krankheitsbild und Dosha-typischer Störung stellt die Pancha-Karma-Ernährung grundlegende
Diätempfehlungen bereit, die den Organismus entlasten und ihn in seinen
natürlichen Regenerationsprozessen unterstützen.
Durch die Vermeidung bestimmter Speisen und Ernährungsgewohnheiten werden Körperkanäle geöffnet und
die Entschlackung gefördert. Zusammen mit regelmäßigen Massagen, besonders der ausleitenden Therapien
wie Garshana (Rohseidenhandschuh-Behandlung) und Abhyanga kombiniert mit Wärmeanwendungen
(Svedana), wird ein ausleitender Prozess in Gang gesetzt. Gleichzeit wird das Immunsystem angeregt, was
durch eine Bewegungstherapie (Spaziergänge, leichte sportliche Aktivitäten) noch unterstützt werden kann.
Schon eine kurze Kur mit den Pancha-Karma-Therapien gewährleistet einen ähnlichen Entschlackungsprozess
von Körper, Geist und Seele wie dieses uns aus den Fastenkuren bekannt ist.
Weitere Einzelheiten und individuelle Beratung auch gern telefonisch.
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